Eine Begleitung nach Fehlgeburt oder stiller Geburt bietet einen geschützten Raum für das, was Sie körperlich und emotional bewegt. Der Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in der ersten Lebenszeit kann das eigene Erleben tiefgreifend verändern.
Trauer kennt keinen vorgegebenen Ablauf. Jede Frau, jeder Partner und jede Familie erlebt den Verlust anders. Alles darf da sein: Trauer, Erschöpfung, Wut, Angst, Leere, Schuldgefühle, Sprachlosigkeit – aber auch Liebe, Verbundenheit und kostbare Erinnerungen.
Mit dem Tod eines Kindes enden nicht die Liebe, die Beziehung und die Vorstellungen, die mit diesem Kind verbunden waren. Häufig braucht es Zeit und einen sicheren Raum, um zu begreifen, was geschehen ist und einen persönlichen Umgang mit dem Verlust zu finden.
In meiner Begleitung müssen Sie nichts leisten oder möglichst schnell verarbeiten. Sie bestimmen, was Sie erzählen möchten, welche Form von Unterstützung sich stimmig anfühlt und welches Tempo für Sie passend ist.
Auch Partnerinnen und Partner können durch den Verlust stark betroffen sein und nach Absprache in die Begleitung einbezogen werden.
Eine Fehlgeburt, stille Geburt oder ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht nur eine emotionale, sondern auch eine körperliche Erfahrung. Der Körper hat sich auf Schwangerschaft und Geburt eingestellt und benötigt Zeit für Erholung und Neuorientierung.
Mit achtsamer Körperarbeit, Craniosacral Therapie, therapeutischem Gespräch und bei Bedarf einem pflanzlichen Mittel unterstütze ich Sie dabei, Ihren Körper wieder bewusster wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und persönliche Ressourcen zu stärken.
Die Begleitung richtet sich nach Ihrem aktuellen Befinden und Ihren individuellen Bedürfnissen. Sie kann auch nach einem länger zurückliegenden oder bisher wenig beachteten Verlust sinnvoll sein.
Ich begleite Frauen und Familien unter anderem:
nach einer frühen oder späten Fehlgeburt
nach einer stillen Geburt
nach einem Schwangerschaftsabbruch
wenn während der Schwangerschaft eine schwerwiegende Diagnose gestellt wird
bei schwierigen Entscheidungen rund um eine Schwangerschaft
nach der intensivmedizinischen Versorgung oder dem Tod eines Babys
nach belastenden Kinderwunschbehandlungen
nach traumatisch erlebten Schwangerschaften oder Geburten
bei früheren Verlusten, die erneut spürbar werden
Meine Begleitung ist offen, wertschätzend und frei von Bewertungen. Medizinische Entscheidungen werden gemeinsam mit den dafür zuständigen Fachpersonen getroffen.
Eine erneute Schwangerschaft nach einem Verlust kann neben Freude und Hoffnung auch starke Ängste und Unsicherheit auslösen. Erinnerungen an das Erlebte können wieder sehr präsent werden.
In der Begleitung erhalten diese Gefühle Raum. Körperwahrnehmung, Gespräch und achtsame Berührung können dabei unterstützen, die aktuelle Schwangerschaft als eigene Erfahrung wahrzunehmen und Vertrauen schrittweise neu zu entwickeln.
Bei Bedarf arbeite ich mit Hebammen, Doulas, Ärztinnen und Ärzten, psychotherapeutischen Fachpersonen und spezialisierten Trauerbegleiterinnen zusammen.
Bei anhaltender starker psychischer Belastung, traumatischen Reaktionen oder einer akuten Krise ist eine zusätzliche ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung wichtig. Die Craniosacral Therapie kann eine solche Behandlung ergänzen, aber nicht ersetzen.
Gerne klären wir in einem persönlichen Gespräch, welche Form der Begleitung für Sie und Ihre Situation passend sein kann.